Fahrzeugexport - das gibt es zu beachten

Autoexport

Einen Fahrzeugexport arrangiert eine Privatperson nicht jeden Tag. Daher ist es ganz natürlich, dass die meisten Fahrzeugbesitzer nicht wissen, was es dabei zu beachten gibt. Im Vergleich zu einem Verkauf innerhalb Deutschlands sind der Aufwand und die Risiken um einiges größer. In diesem Blogartikel klären wir Sie über mögliche Hindernisse auf und wie Sie diesen aus dem Weg gehen. 

Mögliche Risiken

Ein Fahrzeugexport ins Ausland ist mit deutlich mehr finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden, als ein Gebrauchtwagenverkauf innerhalb Deutschlands. Der Endabnehmer ist nicht vor Ort, wodurch mögliche Unklarheiten schwieriger geklärt werden können. Daher ist es hilfreich, sich an einen Mittelsmann zu wenden, der Ihr Fahrzeug ohne Ihr Zutun ins Ausland verkauft. Doch nicht jeder angebliche Exporteur hat seriöse und ehrliche Absichten. Auch in diesen Betrieben werden einige Tricks angewendet, um Autoverkäufer zu täuschen. Daher gibt es einige Spielregeln, die Sie unbedingt befolgen sollten.

 

Wie bei einem Autoverkauf im Allgemeinen müssen Sie den Fahrzeugzustand realitätsgetreu schildern und alle Schäden am Auto mitteilen. So vermeiden Sie Nachverhandlungen. Bei der Kontaktaufnahme mit einem Exporthändler sollten Sie gebührenpflichtige 0900er Nummern meiden. Dabei fallen überflüssige Kosten für Sie an. Oft bietet Ihnen solch ein Händler am Telefon einen deutlich höheren Betrag, als den der er schlussendlich bereit ist zu zahlen. So laufen Sie Gefahr, dass Sie einen Teil der Summe in bar erhalten und der andere Teil in Sachleistungen wie Teppichen und Schmuck bezahlt wird. Bei Händlern aus dem Ausland kommt das nicht selten vor!

 

Prüfen Sie den Kaufvertrag eingehend auf mögliche Fallen und Unklarheiten. Um nachträgliche Kosten zu vermeiden, schließen Sie bei Ihrem Pkw die Garantie aus. Lassen Sie eine Kopie des Personalausweises des Käufers an den Vertrag heften, um bei möglichen Spätfolgen Kontakt zu diesem aufnehmen zu können. Bestehen Sie zudem darauf, dass Ihnen der Betrag in bar ausgezahlt und dies im Vertrag vermerkt wird. Erst dann sollten Sie den Kaufvertrag unterschreiben.

 

Um eine angemessene Summe für Ihren Gebrauchtwagen zu bekommen, müssen Sie den Restwert Ihres Fahrzeuges kennen. Diesen können Sie von verschiedenen Kfz-Experten schätzen lassen oder im Internet erfahren. Zahlreiche Online-Portale bieten eine kostenlose Restwertermittlung für Ihren Pkw an.

 

Haben Sie einen seriösen Exporthändler gefunden, wird dieser Ihren Wagen voraussichtlich besichtigen wollen. Achten Sie darauf, dass dieser nie unbeaufsichtigt bei Ihrem Auto ist und ziehen Sie wenn möglich eine zweite Person hinzu.

 

Ist der Kaufvertrag unterzeichnet, übergeben Sie erst nach Erhalt des Geldes die Fahrzeugpapiere und Schlüssel.

Die Abmeldung bei der Zulassungsstelle

Eine weitere Notwendigkeit bei einem Fahrzeugexport ist die Abmeldung des Autos bei der Kfz-Zulassungsstelle. Versäumt der Neubesitzer Ihren Wagen auf seinen Namen umzumelden, bleiben Sie rechtlich gesehen der offizielle Eigentümer. Sie werden weiterhin mit der Kfz-Steuer belastet und im Falle eines Unfalls möglicherweise bei Ihrer Versicherung hochgestuft. Im Allgemeinen können nach dem Verkauf Kosten auf Sie zukommen, bleibt Ihr Wagen angemeldet.

 

Für die Abmeldung müssen Sie bei der Zulassungsstelle die Fahrzeugkennzeichen und Zulassungspapiere vorzeigen. Für circa 7 Euro erhalten Sie im Gegenzug die Abmeldebescheinigung. Damit der Händler Ihr Fahrzeug nach der Abmeldung mitnehmen kann, muss dieser ein Überführungskennzeichen oder ein Kennzeichen aus dem jeweiligen Zielland anbringen. Gegebenenfalls kann er den Wagen abschleppen lassen.