Umrüsten auf Gas - Wann es sich lohnt

Wenn Sie Ihr Auto mit Gas fahren, schonen Sie nicht nur Ihre Geldbörse, sondern zusätzlich die Umwelt. Allerdings ist der Preis für eine Umrüstung recht hoch und der Verbrauch steigt ein wenig. Lohnt sich also ein Umstieg? Alle wichtigen Punkte die Sie beachten sollten, erklären wir Ihnen im folgenden Blogeintrag so dass Sie am Ende entscheiden können, ob dies für Sie persönlich in Frage kommen könnte.

Wer kann umrüsten

Fast alle Benziner können problemlos umgerüstet werden. Vor dem Umbau sollten Sie sich aber eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Umrüsters geben lassen um auf Nummer sicher zu gehen. Liegt diese vor müssen Sie sich noch entscheiden auf was Sie umrüsten möchten. Zur Auswahl haben Sie Flüssig- oder Erdgas.

 

Sollten Sie sich für Erdgas entscheiden, finden Sie circa 1.000 Tankstellen in Deutschland. Das liegt daran, dass Erdgas nur unter hohem Druck flüssig wird und dafür entsprechend stabile Flaschen von Nöten sind. Die Umrüstung ist auch für Tankstellen recht teuer, was auch der Grund ist, dass Sie im Ausland noch weniger entsprechende Tankstellen finden werden.

 

Flüssiggas oder auch LPG steht nur unter geringem Druck und wird auch für Campingkocher verwendet. Der Gastank ist sehr kompakt und passt normalerweise sogar in die Mulde für das Reserverad. Ihr Benzintank bleibt erhalten und Sie erreichen so große Reichweiten. Ein Umbau ist bereits ab 1.500 Euro möglich kann aber nur in Fahrzeuge eingebaut werden, die über gehärtete Ventilsätze verfügen. Ob dies bei Ihrem Auto der Fall ist können Sie beim Hersteller erfragen. Allein in Deutschland finden Sie LPG an fast jeder zweiten Tankstelle. Ihr Verbrauch steigt durch den Betrieb von Flüssiggas um etwa 20 Prozent.

 

Wichtig ist, dass Sie den Umbau nur von einem zertifizierten Fachbetrieb durchführen lassen.  Sollten Sie Ihr Auto später zum Beispiel an den Autoankauf Frankfurt verkaufen wollen, steigert sich durch den Umbau auch der Wiederverkaufswert Ihres Autos

 

Die Umrüstung dauert ungefähr zwei Tage und kann sich bereits ab einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km lohnen. Die Kosten für den Umbau haben Sie so bereits in zwei Jahren wieder reingeholt. Wenn Sie aber gerne schnell fahren oder schwere Lasten mit Ihrem Auto ziehen, dann lohnt sich ein Umbau nicht. Als Pendler mit einer gemäßigten Fahrweise können Sie am schnellsten sparen. Um die Sicherheit müssen Sie sich allerdings nicht sorgen, wie aktuelle Crashtests zeigen.

 

Wieviel Sie sparen können

Ein Liter Autogas kostet ungefähr die Hälfte wie ein Liter Super. Bis 2018 ist Autogas zusätzlich steuerlich begünstigt und die Preise schwanken nicht so stark wie vom Benzin oder Diesel. Entscheiden Sie sich für einen Neuwagenkauf  welches nur mit Gas fährt, sparen Sie zusätzlich Kfz-Steuern. Sollten Sie umrüsten müssen Sie bedenken, dass Sie zum Starten und auf den ersten hundert Metern Benzin benötigen. Danach schaltet das Fahrzeug automatisch um. Sie benötigen etwa 20 Prozent mehr Gas und ein wenig sinkt die Leistung des Autos. Sie können dies aber auch per Knopfdruck umschalten und verfügen so über die doppelte Reichweite. So gelangen Sie mit einer Tankfüllung problemlos bis nach Italien. 

 

Gibt es Gefahren für den Motor?

Wenn der Motor Ihres Fahrzeugs über die oben erwähnten gehärteten Ventilringe verfügt, müssen Sie sich keine Gedanken machen. Bei einigen Modellen kann man diese auch nachrüsten. Sollten diese nicht vorhanden sein, kann dies nach einiger Zeit zu einem Motorschaden führen, da dem Gas die schützenden Additive fehlen. 

 

Ein LPG Auto mit Erdgas fahren?

Das funktioniert nicht und das ist auch gut so, da sonst Ihr Tank explodieren würde. Die Füllstutzen an den Tankstellen sind zudem unterschiedlich, so dass Ihnen das auch aus Versehen nicht passieren kann.