Der Gebrauchtwagenkauf und die Gewährleistung

Sie haben vor 5 Monaten ein gebrauchtes Auto gekauft und schon ist der Motor defekt? Damit Sie nicht auf einem defekten Fahrzeug sitzenbleiben, gibt es die Gewährleistung. Aber es gibt Ausnahmen, bei denen der Verkäufer nicht für den Schaden aufkommen muss. Wir erklären Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Was Sie beim Gebrauchtwagenkauf beachten sollten

Der Händler ist beim Verkauf eines gebrauchten Fahrzeugs zur Gewährleistung verpflichtet. Nachdem Ihnen das Auto übergeben wurde ist der Verkäufer für zwei Jahre dazu verpflichtet dafür zu sorgen, dass Ihr Auto auch einwandfrei funktioniert. Die Herabsetzung dieser Zeit wurde nun vom Bundesgerichtshof für unwirksam erklärt, auch wenn dies im Kaufvertrag vereinbart wurde. Als privater Verkäufer können Sie allerdings die gesetzliche Gewährleistung ausschließen. Verkaufen Sie also Ihr Fahrzeug an den Autoankauf Frankfurt, müssen Sie keine Garantie übernehmen. 

 

Mit der Gewährleistung sollen Sie als Käufer geschützt werden, damit dieser sich nicht bei einem Mangel herausreden kann. Gewährleistung bedeutet aber nicht Garantie. Diese kann Ihnen der Verkäufer auf freiwilliger Basis anbieten. Teilweise deckt sich diese mit den Gewährleistungsansprüchen. Ein typischer Mangel bei dem die Gewährleistung greifen würde ist beispielsweise ein Schaden am Getriebe. 

 

Bei Verschleißteilen muss der Verkäufer aber nicht dafür aufkommen, da hier die Gewährleistung nicht greift. Wann es dann wirklich ein Mangel ist, muss immer von Fall zu Fall entschieden werden und führt immer wieder zu Streitigkeiten. 

 

Aber was sind nun Verschleißteile?

Bremsbeläge oder Öl fallen immer unter Verschleißteile. Andere Dinge müssen oft juristisch geklärt werden. Wenn Sie also der Meinung sind, dass der defekt an Ihrem Fahrzeug ein Gewährleistungsmangel ist, dann sollten Sie einen Gutachter aufsuchen. Sollten beispielsweise nach dem Kauf die Bremsbeläge schleifen, können Sie nur von einem Gutachter feststellen lassen, ob es sich um einen Sachmangel handelt. Denn Bremsbeläge sind ja eigentlich Verschleißteile. 

 

In den ersten sechs Monaten haben Sie es bei einem Mangel recht einfach. In diesem Zeitraum muss der Verkäufer nämlich nachweisen können, dass bei der Übergabe der Mangel nicht vorlag. Nach dieser Zeit ist dies Ihre Aufgabe. Dies ist natürlich nicht immer einfach. Auch hier kann Ihnen ein Sachverständiger helfen das Problem zu lösen. Im Zweifelsfall sollten Sie vielleicht sogar versuchen Ihr Recht einzuklagen. 

 

Tricks gibt es überall

Was ist aber, wenn Sie beim Gebrauchtwagenhändler ein tolles Schnäppchen bekommen und das Getriebe verabschiedet sich bereits nach drei Monaten? Das Schnäppchen ist ja deshalb so günstig, da der Wagen bereits viele tausend Kilometer auf dem Tacho hatte. 

 

Ein Händler wird solch ein Fahrzeug nicht in seinem Namen verkaufen. Das Risiko der Haftung ist hier viel zu groß. Also versucht er die Klausel „im Kundenauftrag verkauft“ mit einzubauen. Da der Vertrag nun zwischen zwei Privatpersonen abgeschlossen wurde, entfallen die Gewährleistungsansprüche.

 

Möchten Sie dies aber nicht so einfach hinnehmen, müssen Sie nachweisen können, dass der Händler nicht im Kundenauftrag gearbeitet hat. Versuchen können Sie dies über den Vorbesitzer. Der wird Ihnen mitteilen können, ob der Händler in seinem Namen verkauft hat oder nicht.